Dr. rer. nat. Dipl.-Psych. Bogdana Ulytska

Praxis für Psychotherapie in Würzburg

Praxisraum der Psychotherapie Praxis Dr. Ulytska in Würzburg

It is a joy to be hidden, and disaster not to be found.

Donald Woods Winnicott
Über mich

Dr. Bogdana Ulytska

Psychologische Psychotherapeutin
Psychologische Psychotherapeutin Dr. Bogdana Ulytska
  • seit Januar 2020
    Niederlassung in eigener Praxis
  • ab 2017
    Psychologische Psychotherapeutin in den Psychiatrischen Institutsambulanzen des Krankenhauses für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin Schloss Werneck
  • 2015 - 2017
    Bezugstherapeutin in psychosomatischen Kliniken
  • ab 2015
    Arbeit in der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung
  • 2012 - 2018
    Ausbildung in Psychoanalyse und tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie mit Erhalt der Approbation und Fachkunde am Würzburger Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie e.V.
  • 2011 - 2015
    Promotion an der Goethe Universität Frankfurt in der Abteilung der Neurokognitiven Psychologie zum Thema Sprachverarbeitung
  • 2007 - 2011
    Studium der Psychologie an der Universität Würzburg
  • Familie
    verheiratet, eine Tochter
  • Jahrgang
    1985

Praxis Standort

Dr. Bogdana Ulytska
Psychologische Psychotherapeutin
Theaterstraße 8
97070 Würzburg
Routenplaner öffnen
Eingangsbereich Psychotherapie-Praxis in Würzburg

Kontakt & Sprechstunde

praxis@dr-ulytska.de
+49 (0) 931 20703902
Telefonische Erreichbarkeit
Dienstag 14:10 – 15:00 Uhr und Freitag 11:55 - 12:45 Uhr

Therapieverfahren

Als Psychologische Psychotherapeutin biete ich in meiner Praxis analytische und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie an. Ich behandle Versicherte aller Kassen sowie Selbstzahler.

Psychoanalyse / analytische Psychotherapie

Die Psychoanalyse als Behandlungsmethode gehört zu den aufdeckenden Therapieverfahren und beschäftigt sich mit dem „Unbewussten“. Sie geht davon aus, dass intrapsychisches Geschehen, d.h. das Erleben als solches aber auch sämtliche kognitive, emotionale und motivationale Prozesse, Beziehungsmuster und habituelle Interaktionsmodi, weitestgehend unbewusst ist.

Psychische und psychosomatische Erkrankungen entstehen vor allem vor dem Hintergrund unbewusster „Konflikte“ (z.B. zwischen gegensätzlichen Wünschen, Bedürfnissen, Motiven, Vorstellungen oder Werten), verinnerlichter dysfunktionaler Beziehungsmuster, maligner Bindungserfahrungen oder das Selbst bedrohender Traumata.

Im Rahmen einer analytischen Therapie geht es vor allem darum, unbewusstes Material, welches mit der Entstehung und Progression psychischen Erkrankung oder einem sonstigen seelischen Leiden in Zusammenhang steht, bewusst und somit auch bearbeitbar zu machen, um auf diese Weise intrapsychische Entwicklung zu fördern.

Methoden

Im Rahmen einer analytischen Behandlung spielt im Besonderen die Arbeit mit der therapeutische Beziehung („Übertragungsbeziehung“) eine große Rolle. Dabei wird der Umstand genutzt, dass verinnerlichte Beziehungs- und Interaktionsmuster, solange diese unbewusst bleiben, in unterschiedlichen Beziehungen wiederkehren, also auch in der Beziehung zwischen Analytiker und Analysand. Auf diese Weise können sie, falls nötig, d.h. falls daraus schwierige wiederkehrende außertherapeutische Beziehungsmuster resultieren, in der Psychotherapie einer Bearbeitung zugänglich gemacht werden. Besonders fruchtbar ist dieses Vorgehen dadurch, dass es sich bei der therapeutischen Beziehung dennoch um eine professionelle Beziehung handelt, die, trotz aller Nähe, auch durch eine gewisse Distanz gekennzeichnet ist. So können zugehörige Emotionen und Erlebensweisen verlebendigt werden, ohne dass sie ein überwältigendes Ausmaß annehmen und im therapeutischen Raum nicht mehr gehalten werden können.

Im Laufe eines Lebens entwickeln zudem alle Menschen unbewusste Bewältigungsstrategien, um mit schwierigen oder gar traumatischen Erfahrungen während der eigenen Lebensgeschichte umzugehen, die in der Psychoanalyse als „Abwehrstrategien“ bezeichnet werden. Es kann sich dabei um Angewohnheiten handeln, die im „Dort und Damals“ durchaus ihren Zweck erfüllt hatten und wichtig für das Überleben waren, im „Hier und Jetzt“ jedoch überflüssig und für das Führen eines erfüllten Lebens sogar hinderlich geworden sind. So gibt es also Menschen, die beispielsweise gelernt haben, ihre Gefühle zu unterdrücken, statt sich aktiv mit diesen auseinanderzusetzen, um Lebenskrisen auf diese Weise besser bewältigen zu können. Eine solche habituell gewordene Angewohnheit kann später jedoch die Lebensqualität deutlich einschränken, indem sie die Fähigkeit einschränkt starke Emotionen auszuhalten und bewältigen zu können. In der Folge werden Beziehungen zu wichtigen Anderen oberflächlich und affektiv abgeflacht gestaltet. Jemand Anderes hingegen könnte gelernt haben, Ängste zu verschieben oder zu verdrängen, statt die dahinterstehenden Probleme bzw. Herausforderungen im Leben aktiv anzugehen. Auch diese Angewohnheit kann Schwierigkeiten bereiten und langfristig sogar in einem beträchtlichen Ausmaß zur Entstehung psychischer Erkrankungen beitragen. In der Psychoanalyse geht es um die Bewusstmachung dieser Abwehrmodi.

Neben der Bearbeitung dysfunktionaler unbewusster Abwehrstrategien spielt aber natürlich auch die Erprobung neuer Strategien innerhalb der therapeutischen Beziehung und die Generalisierung des Gelernten auf wichtige außertherapeutische Beziehungen eine große Rolle.

Bedeutende Werkzeuge in der analytischen Behandlung sind zudem neben den Assoziationen des Analysanden (die sog. „freie Assoziation“) seine Träume und Phantasien.

Die Haltung des Analytikers ist dabei gekennzeichnet durch Zurückhaltung und wertfreies Zuhören (die sog. „gleichschwebende Aufmerksamkeit“), um dem Analysanden einen sicheren Raum zur Entfaltung seines intrapsychischen Erlebens zu ermöglichen. Durch sog. Deutungen soll dieses dann in Worte gefasst werden. Ein solches Versprachlichen der Innenwelt des Analysanden stellt einen essentiellen und heilsamen Bestandteil des analytischen Prozesses dar.

Arbeit mit der Biografie

Insgesamt geht es nicht so sehr um die Aufarbeitung der gesamten Lebensgeschichte, als vielmehr um die Aufarbeitung derjenigen Aspekte dieser, welche sich ungünstig und spürbar auf das Geschehen im „Hier und Jetzt“ auswirken. Die Bewusstmachung entsprechender früh verinnerlichter Konflikt- und Beziehungsmuster ist dabei vor allem deshalb so wichtig, da sie uns wieder handlungs- und entscheidungsfähig machen soll.

Fragen
Die analytische Therapie empfiehlt sich für Menschen mit wiederkehrenden Schwierigkeiten in den Bereichen Arbeit oder Beziehung, mit Störungen der Selbstachtung oder des Selbst- und Identitätserlebens, störenden Charakterzügen, über Jahre andauernden beziehungsweise wiederkehrenden körperlichen Beschwerden seelischen Ursprungs oder psychischen Symptomen, wie Ängsten oder chronischen Gefühlen innerer Leere und Traurigkeit, die, da chronifiziert, nicht mehr erfolgreich mit zeitlich kürzeren Behandlungsmethoden bearbeitet werden könnten. Auch konkrete psychische Erkrankungen, wie beispielsweise Depressionen, Angststörungen, chronifizierte Traumafolgestörungen (vom sog. Typ II) und Persönlichkeitsstörungen (z.B. Borderline, narzisstisch oder dependent) können therapeutisch behandelt werden. Eine analytische Psychotherapie erfordert dabei die Bereitschaft zu großem äußeren und inneren Aufwand. Der Analysand darf sich nicht davor scheuen, sich mit schwierigen Gefühlen und unangenehmen Aspekten seines Erlebens und seiner Persönlichkeit auseinanderzusetzen, muss aber auch großen organisatorischen Aufwand auf sich nehmen, um eine hohe Frequenz und Kontinuität der Sitzungen zu ermöglichen. Für Beides ist eine hohe Motivation notwendig.
Um eine tragfähige Beziehung zwischen Analytiker und Analysand entstehen zu lassen, ist eine hohe Anzahl, Frequenz und Kontinuität der therapeutischen Sitzungen notwendig. Eine analytische Behandlung erfordert meist 80 – 300 Sitzungen und erfolgt 1-3x wöchentlich. Diese kann sowohl im Sitzen von Angesicht zu Angesicht mit dem Analytiker als auch im Liegen auf einer Couch (meist ohne Blickkontakt) stattfinden.

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Sowohl die analytische als auch die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie haben den gleichen theoretischen Hintergrund und stellen Weiterentwicklungen der klassischen Psychoanalyse dar. In der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie wird allerdings im Gegensatz zur Psychoanalyse und analytischen Therapie nicht die tiefgreifende Bearbeitung der inneren psychischen Strukturen angestrebt sondern es wird fokal gearbeitet, d.h. in Bezug auf einzelne Lebens- und Problembereiche.

Es wird beispielsweise ein „unbewusster Konflikt“ herausgegriffen und fokussiert. Dafür ist es notwendig, dass Therapeut und Patient hinsichtlich der Zielsetzung klare Absprachen treffen. Im Gegensatz dazu ergeben sich die Schwerpunkte („Foki“) in der analytischen Therapie häufig erst nach und nach und können zu Beginn der Behandlung meist noch nicht in ausreichendem Maße umrissen werden.

Die Haltung des Therapeuten ist bei einer tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie direktiver. Der Therapeut nimmt die Haltung des aktiven Zuhörers ein, der stets den vereinbarten Fokus berücksichtigt.

Fragen
Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie stellt folglich für diejenigen Menschen die richtige Wahl dar, welche lediglich Schwierigkeiten in vereinzelten Lebensbereichen oder eine klar umrissene Symptomatik aufweisen bei ansonsten zufriedenstellendem und erfülltem Leben.
Eine tiefenpsychologisch fundierte Therapie erfolgt bei geringerer Sitzungsfrequenz und –gesamtzahl als eine analytische Therapie. In der Regel werden bei insgesamt 50-100 Sitzungen 1x wöchentlich Termine vergeben. Die Kontinuität dieser ist jedoch genauso wichtig wie bei einer analytischen Behandlung.

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie als Kurzzeitverfahren

Bitte beachten Sie zudem, dass eine tiefenpsychologisch fundierte Behandlung auch als Krisenintervention im Rahmen einer Kurzzeittherapie erfolgen kann. Hierbei ist die Sitzungszahl auf maximal 24 Sitzungen begrenzt. Eine Kurzzeittherapie kann entweder zur weiteren Orientierung oder der Bearbeitung eines noch klarer umgrenzbaren Auslösers der Entwicklung einer psychischen oder psychosomatischen Symptomatik dienen.

Vorgehen

Der Weg in die psychotherapeutische Versorgung erfolgt in mehreren Schritten.

1. Indikation

Wenn Sie zu mir kommen und gesetzlich versichert sind, dient die sogenannte Sprechstunde (bis zu 3 Sitzungen) dazu, die Indikation für eine Psychotherapie zu stellen. Es kann dabei allerdings sein, dass ein Klinikaufenthalt oder das Aufsuchen einer entsprechenden Beratungsstelle für ihre Problematik geeigneter ist als eine tiefenpsychologische oder analytische Psychotherapie. Es kann auch vorkommen, dass eine andere Richtung der Psychotherapie, wie beispielsweise eine Verhaltenstherapie, in ihrem individuellen Fall die passendere Behandlungsmethode darstellt. Auch das lässt sich mittels der Sprechstunde herausfinden.

2. Probatorik

Ist die Indikation für eine Psychotherapie bei mir erst einmal gestellt, stehen bis zu 4 probatorische Sitzungen zur Verfügung, um sich besser kennenzulernen, ein geeignetes Verfahren auszuwählen, Details der gemeinsamen Arbeit festzulegen und eine Behandlungsvereinbarung zu treffen.

3. Antrag

Daraufhin erfolgt der Antrag auf eine weiterführende Therapie. Bitte beachten Sie, dass die zu Beginn festgestellte Indikation sich im Verlauf der Behandlung ändern kann. In diesem Fall kann, auch während einer laufenden Psychotherapie, ohne Schwierigkeiten ein Umwandlungsantrag gestellt werden.

Auch für Selbstzahler, privatversicherte und beihilfeberechtigte Patienten sind einige probatorische Sitzungen vor Beginn einer Psychotherapie vorgesehen.

Kosten

Die Kosten für die Psychotherapie werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Wenn Sie privatversichert oder beihilfeberechtigt sind, informieren Sie sich bitte im Voraus in welchem Umfang psychotherapeutische Gespräche bei ihrer Versicherung bzw. von der Beihilfe übernommen werden. Lassen Sie sich am besten die entsprechendem Antragsformulare zukommen und bringen Sie diese mit. Gerne bin ich Ihnen beim Ausfüllen behilflich.

Anmeldung

Was tun bei einem Notfall?

Sofortige Hilfe unter der Notfallnummer
Kassenärztlicher Bereitschaftsdienst
Krisendienst Würzburg
Bei Suizidalität und in akuten Krisen erreichbar von 18:30 – 0:30 Uhr und Montags bis Freitags von 14:00-18:00
Ärztliche Bereitschaftspraxis Würzburg
Klinik für Psychiatrie der Universität Würzburg
auch ambulante Notfallversorgung möglich
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